Tag des offenen Denkmals 2008

Am Sonntag, dem 14. September, war “Tag des offenen Denkmals” auch in Hainewalde.
Gleich vier Sehenswürdigkeiten konnten besichtigt werden: Das Torhaus als verbliebener Flügel des Renaissance-Wasserschlosses, wo die Familie Just Einblick in das von ihr renovierte Gebäude gab, das Neue Schloß, in dem der Schloßverein Führungen anbot, die herrschaftliche Gruft auf dem alten Friedhof in Hainewalde, das die Kommune Hainewalde geöffnet hatte und die evangelische Dorfkirche.
Der Schloßverein hatte am und im Schloß ein kleines Kulturprogramm organisiert. Zu Beginn um 10 Uhr sprach am Nordportal der Schloß-Historiker Engelbrecht zum Thema “Wasser im Schloß” aus gegebenem Anlaß: Regenwasser und Hangwasser machen dem Gebäude zu schaffen. Die Mitarbeiter hatten daher alte Wasserrinnen “aufgedeckt”.
Aber in der Geschichte spielte das Wasser in Gestalt von Brunnen und “Vexierwassern” auch eine positive Rolle. Der Großschönauer Bürgermeister Peuker als Hausherr informierte über den Stand der Anträge auf Mittel für die Sanierung des Ostflügels.
Nur kleckerweise kamen am Vormittag die Gäste – erst als man merkte, daß es an diesem Tage nicht wärmer werden würde, kamen mehr Besucher. Im Schloß konnten sie sich an Kaffee wärmen und mit Kuchen stärken, im Park sorgten Mitglieder des Hainewalder Kulturvereins für das leibliche Wohl.
Während die “Großen” sich das Schloß ansahen oder an den Ständen im Parkparterre flanierten konnten die “Kleinen” sich mit Holz-Schwertern und -Schilden an der Strohballen-Burg austoben, die die Familie Pusse aufgebaut hatte, sich an Feuerkörben wärmen oder Stockbrot garen.
Für eine musikalische Einlage sorgte das Hainewalder Duo Simmchen von einer Parkterrasse.
Mit einem historischen Bus von Peter Krause aus Waltersdorf konnten die Gäste auch zu Burg und Kloster Oybin pendeln.
Auf dem alten Friedhof konnten die Besucher einen Blick in die Kanitz-Kyaw’sche Gruft auf die konservierten Prunksärge der Stifter von Hospital, Kirche und Schule im 18. Jahrhundert, Otto Ludwig und Victoria Tugendreich von Kanitz werfen.
Weitere herrschaftliche Särge harren noch einer solchen Behandlung. Sie waren bei Renovierungsarbeiten in den Gruftgewölben gefunden worden.

